Zeichnungen

 

Wvnr. 715, zerknuelltes licht fegt strandgut; das zuweilen in ihr haengen bleibt, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70x70 cm

Wvnr. 715, zerknuelltes licht fegt strandgut; das zuweilen in ihr haengen bleibt, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70×70 cm

Wvnr. 718, 2006, das bleibt durchsichtig, auch wenn unzugehoerlichkeiten die oberflaeche andauernd verdichten, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70x70 cmWvnr. 718, 2006, das bleibt durchsichtig, auch wenn unzugehoerlichkeiten die oberflaeche andauernd verdichten, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70×70 cm

Wvnr. 719, zugeschoben sind die seiten; verschmitzt zuengeln zuweilen verschmaehte stufen noch empor, 2006, Graphit und ölkreide auf Papier, 70x70 cmWvnr. 719, zugeschoben sind die seiten; verschmitzt zuengeln zuweilen verschmaehte stufen noch empor, 2006, Graphit und ölkreide auf Papier, 70×70 cm

Wvnr. 773, aufgerissen groelt lokal getruebtes. das erkannte bleibt im haltegriff, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 29,6x29,6 cmWvnr. 773, aufgerissen groelt lokal getruebtes. das erkannte bleibt im haltegriff, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 29,6×29,6 cm

Wvnr. 777, entre nous! und doch zirkulieren die peripheren broesel in starrer erwaegung fort und fort, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70x70 cmWvnr. 777, entre nous! und doch zirkulieren die peripheren broesel in starrer erwaegung fort und fort, 2006, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70×70 cm

Wvnr. 793, poliertes bleibt vertrackt, das merkmal haelt, bleibt jedenfalls hellvertaut, 2007, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70x70 cmWvnr. 793, poliertes bleibt vertrackt, das merkmal haelt, bleibt jedenfalls hellvertaut, 2007, Graphit und Ölkreide auf Papier, 70×70 cm

10. Künstler/innenklausur der     styrianARTfoundation

Angeregt vom Thema „GENiert-foliert“ der 10. Künstler/innenklausur der styrianARTfoundation habe ich folgendes Gestaltungskonzept entworfen:

Unter dem Motto ein Tag ohne Bild ist kein Tag mache ich täglich eine so-genannte Tageszeichnung. In dieser Zeichnung erarbeite ich bildlich Dinge, die mir passiert sind, oder worüber ich gelesen, oder wovon ich gehört habe. Es ist ähnlich wie früher, als ich als Kind an unserem Bauernhof die Sachen des Tages in Zeichnungen verarbeitet habe; ich war zu dieser Zeit noch nicht mit dem „selbstgerechten Ästhetischen“ (1) konfrontiert und es hat gereicht, dass meine Hand meinen Gedanken folgte. Das war in der Schule anders! Diese spezielle Unbeschwertheit habe ich erst Jahr-zehnte später wieder mühevoll ausgraben müssen.

Diese Tageszeichnungen stellen ein ganz bestimmtes ästhetisches Moment dar: „Sie machen begreifbar, was die Traditionalisten des Schönen nie und nimmer begreifen werden: Daß es heute paradox gesprochen auf die Wahrnehmung des Nicht-Wahrnehmbaren ankommt, daß es um Aufmerk-samkeit auf die Grenzen und auf das Jenseits der unmittelbaren Wahrneh-mung geht“.(2) Außerdem „In der Perspektive gegenwärtiger Ästhetik besteht eine Präferenz für mehrfachkodierte Werktypen, wo verschiedene Sprachen einander ergänzen oder bestreiten oder etwas Neues generie-ren“.(3)

A. Diese Tageszeichnungen habe ich fotokopiert; jeweils neun davon ordne ich innerhalb eines grauen Quadrats aufgrund ihrer zeichnerischen Struk-tur (nicht inhaltlich also) zueinander. Es geht nicht um eine oberflächliche Willkür, sondern um eine andere Perspektive, bzw. um ein anderes ästhe-tisches Moment!

B. Jetzt entwickle ich dadurch, dass ich aus einigen Zeichnungen Stücke herausreiße, eine wieder andere kompositorische Perspektive auf Basis der grauen Formen, die jetzt die quadratische Fläche beginnen mitzube-

stimmen und ein anderes ästhetisches Moment in den Mittelpunkt rücken.

C. Auf diese „neue“ Komposition lasse ich mich mit Hilfe einer Überma-lung ein.

D. Die ausgerissenen Zeichnungsteile schweiße ich in transparente Plastik-folie ein. Diese kontextfreien Elemente mit ihrer noch „unbekannten“ ästhetischen Bedeutung mache ich zum Ausgangspunkt einer malerischen und zeichnerischen Aktion, in die ich sie später wieder integriere!

Die Zusammenfügung der beiden Teile des Diptychons betont „den trans-versalen Übergang zwischen heterogenen Sinnwelten und die Integration von Elementen unterschiedlicher Herkunft“. (4)

Regina Moritz

(1) Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Nr. 95

(2) Wolfgang Welsch: Ästhetisches Denken, S. 67

(3) Wolfgang Welsch: Ästhetisches Denken, S. 73

(4) Wolfgang Welsch: Ästhetisches Denken, S. 77

Wvnr. 1243, federleichte härte einer perleWvnr. 1236, innere erregung

Wvnr. 1239, sympathie stößt auf, gerissen stapft es ausWvnr. 1239, sympathie stößt auf, gerissen stapft es aus

Wvnr. 1241, vergessene zeit im mutterleibWvnr. 1241, vergessene zeit im mutterleibWvnr. 1243, federleichte härte einer perleWvnr. 1243, federleichte härte einer perle

Wvnr. 1247, zurechtgezimmerte eskapadenWvnr. 1247, zurechtgezimmerte eskapaden

Wvnr. 1248, rein so gesehenWvnr. 1248, rein so gesehen

Wvnr. 1250, das nicht mehr junge fleisch des schwarzen sauerrahmsWvnr. 1250, das nicht mehr junge fleisch des schwarzen sauerrahms

 

 

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